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Müllkraftwerk Weißenhorn

Auftraggeber AWB – Landkreis Neu-Ulm
Anlage Müllkraftwerk Weißenhorn
Ausführung 2 Linien; 100.000 Mg/a
Auftragsvolumen ~ 5,5 Mio. Euro
Projektlaufzeit 1995 – 2010 (in diskreten Bauabschnitten)
Weißenhorn

Beschreibung

Um sämtliche Aufgaben der Abfallwirtschaft für den Landkreis Neu-Ulm wahrzunehmen, wurde im Januar 1995 der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) als Eigenbetrieb gegründet. Die Anlage ist heute für einen maximalen Durchsatz von 100.000 Mg/a ausgelegt.

Die Verbrennung der Abfälle erfolgt in zwei Linien mit einer Müllkapazität von jeweils 6 t/h. Bereits im Jahre 1991 erhielt KH-Automation Projects den Auftrag zur Lieferung der gesamten Leit- und Automatisierungstechnik für das Müllkraftwerk. Das Prozessleitsystem PMS 68000 erfüllte zu der Zeit die Anforderungen einer durchgängigen Leittechnik mit verteilter Systemarchitektur sehr zuverlässig. Mit dem Ziel, die Entsorgungssicherheit auf hohem technischen Niveau zu halten, wurde die Müllverbrennungsanlage durch ständige Nachrüstungen und Verfahrensoptimierungen an den technischen Fortschritt angepasst.

Im Jahre 1995 wurde die Rauchgasreinigung mit einem Aktivkohlefilter und einer nachgeschalteten SCR-Anlage erweitert und 1998 mit einem wassergekühlten Rost ausgerüstet. Da nach einem jahrelangen zuverlässigen Anlagenbetrieb die Instandhaltung, und damit die Betriebssicherheit der Anlage, wegen Überalterung und Abkündigung wichtiger Automatisierungskomponenten nicht mehr gewährleistet war, bestand die Notwendigkeit, auch die Leit- und Automatisierungstechnik zu erneuern.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb erteilte KH-Automation Projects den Auftrag, die bestehende Leit- und Automatisierungstechnik durch ein kostengünstiges Migrationskonzept auf moderne, leistungsfähige und innovative Technologie umzusetzen. Die verteilte Architektur des Leitsystems PMSX®pro erwies sich hierbei als besonders vorteilhaft. So konnte eine sehr flexible, phasenweise Erneuerung durchgeführt werden. Es musste keine einmalig hohe Investitionssumme freigegeben werden, sondern die Baumaßnahmen wurden schrittweise über wenige Jahre durchgeführt.

Dieses Konzept sicherte die geleisteten Investitionen und gewährleistete eine rückwirkungsfreie Erweiterung und einen störungsfreien Umbau im laufenden Betrieb. Bei der Beurteilung der Leittechnik waren die dezentrale Systemarchitektur, die Durchgängigkeit der Daten sowie die hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Prozessleitsystems PMSX®pro von grundlegender Bedeutung. Die Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf mehrere Prozess-Server und redundante Datenhaltung garantieren hohe Betriebssicherheit und einen ökonomischen Betrieb der Anlage.

 

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