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Müllheizkraftwerk Frankfurt-Nordweststadt

Auftraggeber AE&E Lentjes GmbH
Anlage Müllheizkraftwerk Frankfurt-Nordweststadt
Ausführung 4 Linien, 525.000 Mg/a
Auftragsvolumen ~ 6,5 Mio. Euro
Projektlaufzeit 2004 – 2008 (über 2 Bauabschnitte)
MHKW Frankfurt

Beschreibung

Die Abfallverbrennungsanlage (AVA) in der Frankfurter Nordweststadt wurde bereits in den 60er Jahren mit vier Ofenlinien errichtet. So stand die Notwendigkeit für eine grundlegende Überholung der Anlage schon seit geraumer Zeit an.

Die Mainova AG betreibt angrenzend an die Müllverbrennungsanlage ein Heizkraftwerk, das die umliegenden Stadtteile mit Fernwärme versorgt und Strom erzeugt. Auch diese Anlage musste für einen wirtschaftlichen Betrieb dringend modernisiert werden. Diese Gelegenheit nutzte die Stadt Frankfurt und die Mainova AG, um beide Anlagen ökologisch und energetisch effizient, aber auch wirtschaftlich zukunftsfähig zu gestalten. Besonderen Wert legte man dabei auf die Verbesserung des Wirkungsgrades sowie die Nutzung von Synergieeffekten. Ein wesentliches Ziel der Baumaßnahme war es, das technologische Zusammenwirken der beiden Anlagen auch in der Leittechnik zu nutzen. So wurde durch den Generalplaner Dr. Born & Dr. Ermel auch eine übergeordnete Leittechnik für die beiden Anlagenteile konzipiert.

Die Lurgi Energie und Entsorgung GmbH (heute AE&E Lentjes GmbH) als Generalunternehmer erteilte KH-Automation Projects im Jahr 2004 den Auftrag für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der gesamten Leittechnik für die Müllverbrennungsanlage und das Heizkraftwerk. Die Überwachung, Bedienung und Steuerung der beiden Anlagen erfolgt über das Leitsystem in einer gemeinsamen Zentralwarte. Die Verfügbarkeit der Leittechnik hat somit direkten Einfluss auf die Verfügbarkeit der Anlagen.

Das eingesetzte Prozessleitsystem PMSX®pro ist in Aufbau und Struktur so konfiguriert, dass die hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit des Systems ausnahmslos erfüllt werden. Alle Komponenten, Geräte und die Software orientieren sich am derzeitigen Stand der Technik sowie eingeführten Industriestandards. Insbesondere durch aktive und passive Redundanzen und durch die Vermeidung eines „Single Point of Failure“ in der Architektur wurde die geforderte hohe Verfügbarkeit der Leittechnik erreicht.

Die verteilte Systemarchitektur des Leitsystems und der Einsatz moderner Switch-Technologie verhindert zudem eine Überlastung des Bussystems. Für ein wirtschaftliches Anlagen- und Instandhaltungsmanagement bietet das Leitsystem ein durchgängiges, anlagenweites Konfigurieren und Parametrieren von zentraler Stelle. Den Bedienern werden auch in kritischen Betriebssituationen schnelle Prozessübersichten und alle Informationen für rasches und richtiges Eingreifen geliefert. Eine effektive Hilfefunktion und leistungsfähige Werkzeuge zur Diagnose, Simulation und Qualitätssicherung unterstützen das Personal bei der Betriebsführung.

 

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