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Müllverbrennungsanlege Hamm

Auftraggeber MHB Hamm Betriebsführungsgesellschaft mbH
Anlage Müllverbrennungsanlage Hamm
Ausführung 4 Linien; 295.000 Mg/a
Auftragsvolumen ~ 4,0 Mio. Euro
Projektlaufzeit 2004 – dato (in diskreten Bauabschnitten)
Hamm

Beschreibung

Die Müllverbrennungsanlage Hamm ist für die thermische Behandlung von Siedlungsabfällen konzipiert. Überwiegend Hausmüll, aber auch Gewerbe- und Sperrmüll werden derzeit in der MVA Hamm verbrannt. Im Jahr 1985 wurde die Müllverbrennungsanlage erstmals in Betrieb genommen.

Um das Müllaufkommen der Städte Hamm und Dortmund sowie der Kreise Unna, Soest und Warendorf verarbeiten zu können, wird die Kapazität der Anlage im Zusammenhang mit weiteren Baumaßnahmen auf 295.000 t steigen. Vier baugleiche Linien verbrennen 10 t Abfall pro Stunde und Linie. Die Verbrennung des Abfalls erfolgt in der Regel selbstständig ohne die Zugabe von weiteren Energieträgern, wie beispielsweise Papier. Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase werden abgekühlt und die dabei erzeugte Dampfmenge wird den drei Turbinen/Generatoren-Anlagen zur Stromerzeugung (installierte Leistung ca. 26 MW) zugeführt.

Mit dem Ziel, die Entsorgungssicherheit auf hohem technischen Niveau zu halten, wurde die Müllverbrennungsanlage durch ständige Nachrüstungen und Verfahrensoptimierungen an den technischen Fortschritt angepasst. Da nach einem jahrelangen Anlagenbetrieb die Instandhaltung, und damit die Betriebssicherheit der Anlage, wegen Überalterung und Abkündigung wichtiger Automatisierungskomponenten nicht mehr gewährleistet war, bestand die dringende Notwendigkeit, auch die Leit- und Automatisierungstechnik zu erneuern. Zudem sollte durch den Einsatz moderner Technologien und Automatisierungsfunktionen auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöht werden.

Im Jahr 2004 wurde KH-Automation Projects mit der Erneuerung der Leit- und Automatisierungstechnik sowie mit der Installation einer Feuerleistungsregelung beauftragt. Die dezentrale Systemarchitektur, die Durchgängigkeit der Daten sowie die hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Prozessleitsystems PMSX®pro waren bei der Beurteilung der Leittechnik von wesentlicher Bedeutung. Unter Einhaltung eines sehr engen Terminplans wurden die Linien sukzessiv umgebaut. Dabei erwies sich die verteilte Systemarchitektur des neuen Leitsystems PMSX®pro als besonders vorteilhaft. So konnte der Umbau der Linien jeweils in den geplanten Revisionsstillständen der Kessel durchgeführt werden. Zusätzliche außerplanmäßige Inbetriebnahmen mit wirtschaftlichen Nachteilen wurden dadurch vermieden. Die Feuerleistungsregelung wurde für einen optimalen Ausbrand des Mülls bei bestmöglicher Energieausnutzung verbessert und sichert so den ökonomischen Betrieb der Anlage.

 

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