Wasserwerk Rotenburg a.d. Fulda
| Auftraggeber | Stadtwerke Rotenburg an der Fulda |
| Anlage | Trinkwassergewinnung und -verteilung |
| Auftragsvolumen | ~ 0,2 Mio. Euro |
| Projektlaufzeit | 2001 – 2002 |
Beschreibung
Die Stadtwerke Rotenburg an der Fulda versorgen als selbstständiger, kommunaler Eigenbetrieb rund 16.000 Einwohner mit Trinkwasser. Hinzu kommen Einrichtungen des Landes, Kreises und der Bundeswehr, Industrie- und Hotelbetriebe sowie Kliniken. Die Unterstationen gewinnen jährlich etwa 1 Mio. m3 Frischwasser aus Flachbrunnen, Tiefbrunnen und Quellen. Das Wasser wird in Hochbehälter und Pumpstationen befördert und vor der Verteilung an die Verbraucher zu Trinkwasser aufbereitet.
In enger Zusammenarbeit mit unserer Partnerfirma Willich Elektrotechnik GmbH wurde die Leit- und Automatisierungstechnik die Gesamtanlage mit innovativer Technik von KH-Automation Projects ausgerüstet. Zur kontinuierlichen Sicherung der Trinkwasserqualität wurde eine optimale Überwachung und Protokollierung der Wassergewinnung und Trinkwasserverteilung realisiert. Zugleich erhöhte der Einsatz moderner Automatisierungs- und Schalttechnik die Wirtschaftlichkeit der Anlagen.
Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen wurden die alten Schaltschränke in den Unterstationen durch neue Schaltanlagen mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) von Mitsubishi Electric ersetzt. Die Datenübertragung zwischen den Steuerungen der Unterstationen und dem Prozessleitsystem erfolgt im Zeitschlitz-Verfahren über Funkmodems. Durch diese zyklische Kommunikation per Funktechnik entfällt die kostenintensive Nutzung von Standleitungen. Intelligente Applikationsprogramme, die im Leitsystem implementiert wurden, garantieren außerdem eine effiziente Nutzung von Nachtstrom und Quellwasser.
Von der Zentrale im Rathaus erfolgt die Bedienung und Überwachung der Unterstationen. An der PMSX®pro Bedienstation stehen dem Personal sämtliche Messwerte, Betriebs- und Protokolldaten zur Verfügung. Die Aggregate der Unterstationen, die normalerweise im Automatikbetrieb arbeiten, können einzeln über das Leitsystem gesteuert werden. Da die Zentrale nur während der normalen Arbeitszeiten besetzt ist, wurde eine zuverlässige Fernalarmierung eingerichtet. Nachts und an den Wochenenden werden Meldungen und Alarme sofort per SMS an das Bereitschaftspersonal gemeldet.
Eine besondere technische Lösung erforderte die Unterstation „Hochbehälter Braach“, denn sie besitzt keine Netzspannungsversorgung. Durch den Einsatz von Solartechnik wurde hier die kostenintensive Verlegung von Versorgungskabeln vermieden. Die Spannungsversorgung der Messtechnik, der Automatisierungs- und Kommunikationskomponenten übernehmen leistungsfähige Solarzellen mit Pufferbatterien.



