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Heizkraftwerke Energieversorgung Oberhausen

Auftraggeber Energieversorgung Oberhausen AG
Anlage Heizkraftwerke zur Fernwärmeerzeugung
Auftragsvolumen ~ 8 Mio. Euro
Projektlaufzeit 2008 – 2012
Oberhausen

Beschreibung

Die Energieversorgung Oberhausen AG betreibt an ihren Standorten Oberhausen Mitte und Oberhausen Sterkrade zwei Heizkraftwerke mit eigenständigen Fernwärmenetzen. Beide Standorte sind über eine Leitung zu einem Fernwärmeverbundsystem gekoppelt. Das Heizkraftwerk in Oberhausen Sterkrade nutzt die Abwärme aus einem Chemieunternehmen und versorgt das Sterkrader Netz mit Fernwärme. Das Heizkraftwerk in Oberhausen Mitte versorgt das Netz Alt-Oberhausen mit Fernwärme. Hier befindet sich auch die zentrale Warte, von der aus alle Erzeugungs- und Verteilungsanlagen der beiden Standorte, sowie das Fernwärmeverbundsystem bedient und beobachtet werden. Die Erzeugung erfolgt im Wesentlichen durch Kraft-Wärme-Kopplung. Die in den Standorten vorhandene innere Kraftwerksleittechnik entsprach einem Stand der letzten Jahrzehnte. Um einen weiteren sicheren und wirtschaftlichen Betrieb der Heizkraftwerke zu garantieren, war eine neue, hochverfügbare Kraftwerksleittechnik erforderlich. Durch die Modernisierung der inneren und äußeren Leittechnik ist die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Erzeugungs- und Verteilungsanlagen an beiden Standorten bedeutend zu erhöhen. Darüber hinaus ist eine signifikante Anhebung des Automatisierungsgrades gefordert. Die Bedienung und Beobachtung der Anlagenbereiche ist zu optimieren und übersichtlich zu gestalten.

Die Maßnahmen sind in mehreren Phasen zu realisieren, da die Versorgung der angeschlossenen Fernwärme-Netze jederzeit sichergestellt sein muss.

KH-Automation Projects erhielt von der Energieversorgung Oberhausen den Auftrag für die Lieferung, schlüsselfertige Errichtung, Inbetriebnahme, Probebetrieb und Dokumentation der Modernisierungs- und Erneuerungsmaßnahmen. Die Überwachung, Bedienung und Steuerung der beiden Heizkraftwerke erfolgen über das Leitsystem PMSX®pro in der zentralen Warte in Oberhausen Mitte. Durch eine horizontale Gliederung der Anlage in Funktionseinheiten mit leittechnischer Zuordnung wird eine hohe Betriebssicherheit und Flexibilität erreicht. Da die Verfügbarkeit der Leittechnik direkten Einfluss auf die Verfügbarkeit der Anlagen hat, sind die Anforderungen an die Zuverlässigkeit des Systems besonders hoch. Durch aktive Redundanzen und durch die Vermeidung eines „Single Point of Failure“ in der Architektur wird die geforderte Verfügbarkeit der inneren Leittechnik erreicht. Die besonders vorteilhafte verteilte Systemarchitektur des Leitsystems und der Einsatz moderner Switch-Technologie verhindern dabei eine Überlastung des Bussystems. Die Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf mehrere redundante, hochverfügbare Prozess-Server sowie redundante Automatisierungsstationen garantieren höchste Betriebssicherheit und einen ökonomischen Betrieb der Anlage. Sämtliche Daten werden durch ein integriertes Backup-System zyklisch gesichert und liegen im System redundant vor. Neben der inneren Kraftwerksleittechnik wird auch die äußere Leittechnik erneuert und modernisiert. Dies betrifft insbesondere die Erneuerung der Brennersteuerungen, den Austausch von elektrischen Stellantrieben, die Erneuerung von Messungen und Signalgebern sowie die Erweiterung der Aktorik und Sensorik zur Erhöhung des Automatisierungsgrades.

 

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Referenzblatt
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