Energie-Versorgungs-Center Dresden
| Auftraggeber | EVC Dresden Wilschdorf GmbH & Co. KG |
| Anlage | Energie-Versorgungs-Center I |
| Elektrische Leistung | 35 MW |
| Auftragsvolumen | ~ 6,5 Mio. Euro |
| Projektlaufzeit | 1997 – dato (in diskreten Bauabschnitten) |
Beschreibung
Bei der Energieversorgung spielt neben ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten auch die Qualität (Verfügbarkeit, Schwankungen) der bereitgestellten Energie eine entscheidende Rolle. Das Energie-Versorgungs-Center (EVC) in Dresden-Wilschdorf liefert dem angrenzenden Werk von Advanced Micro Devices (AMD ) Strom, Wärme und Kälte für die Fertigung von Halbleiterprodukten. Die Verfügbarkeit und Güte der Energie ist für die Fabrikation ein entscheidender Faktor und kann bei Störungen zu Produktionsausfällen mit hohen wirtschaftlichen Verlusten führen.
Die Energiezentrale arbeitet nach dem Prinzip der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei wird der Brennstoff Erdgas sowohl für die Strom-, als auch für die Wärme- und Kälteproduktion genutzt. Der Brennstoffausnutzungsgrad liegt über 85%. Herzstück für die Energieversorgung sind insgesamt neun Gas-Ottomotoren mit einer installierten elektrischen Leistung von ca. 35 MW.
Um eine hohe Verfügbarkeit und Qualität der Energie für das Halbleiterwerk sicherzustellen, wird für die technologischen Komponenten der Anlage höchste Zuverlässigkeit gefordert. Für die Verfügbarkeit solch komplexer Anlagen ist die Leittechnik zwar nicht ausschließlich, aber doch zu einem wesentlichen Anteil mitverantwortlich. Die Zuverlässigkeit der Leittechnik steht somit in direktem Zusammenhang mit dem ökonomischen Betrieb der Anlage und ist bei der Bewertung eines Leitsystems von grundlegender Bedeutung.
KH-Automation Projects erhielt den Auftrag für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Leittechnik mit dem Prozessleitsystem PMSX®pro. Das System ist in Aufbau und Struktur so konfiguriert, dass die Anforderungen an Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität vollumfänglich erfüllt werden. Für ein ökonomisches Anlagen- und Instandhaltungsmanagement bietet das System ein durchgängiges, anlagenweites Konfigurieren und Parametrieren von zentraler Stelle. Den Bedienern stellt es auch in kritischen Betriebssituationen eine schnelle Prozessübersicht zur Verfügung und liefert alle Informationen für rasches und richtiges Eingreifen. Eine effektive Hilfefunktion und leistungsfähige Werkzeuge zur Diagnose, Simulation und Qualitätssicherung unterstützen das Personal bei der Betriebsführung.
Für den automatischen Betrieb des Kraftwerks wurden umfangreiche Steuer-, Regel- und Ablauffunktionen realisiert. Die geforderte hohe Verfügbarkeit der Leittechnik wurde durch aktive Redundanzen und durch die Vermeidung eines „Single Point of Failure“ in der Architektur erreicht.



