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Kanalnetz Wuppertal

Auftraggeber WSW Energie & Wasser AG
Anlage Kanalnetz Wuppertal
Einwohnerwerte 400.000
Auftragsvolumen ~ 1,5 Mio. Euro
Projektlaufzeit 1997 – dato (in diskreten Bauabschnitten)
Wuppertal

Beschreibung

Rund 30 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser aus Haushalten und Industrie werden jährlich über das Wuppertaler Kanalnetz geleitet. Mehr als 2 m3 Wasser, bei Regen bis zu 5 m3, fließen hier pro Sekunde durch das Kanalnetz. Im November 2001 wurde der „Entlastungssammler Wupper“ mit einem Innendurchmesser von bis zu 2,6 m und einer Länge von ca. 10 km fertig gestellt.

Der Kanalbetrieb der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) erteilte KH-Automation Projects den Auftrag für die Lieferung der Leittechnik sowie für den Aufbau eines Fernwirknetzes für den „Entlastungssammler Wupper“.

Beim Start der Baumaßnahme wurden die Außenbauwerke mit herkömmlichen Fernwirkunterstationen ausgeführt. Unter Verwendung eines eigenen Kommunikationsnetzes der WSW blieb die Übertragungsgeschwindigkeit mit max. 9,6 KBit/s sehr gering. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung war für den ungestörten Betrieb zwar langsam, aber ausreichend. Probleme traten dann auf, wenn die Verbindung für eine geraume Zeit nicht zur Verfügung stand. Zwar gab es keinen Datenverlust, aber die Informationsflut nach Wiederherstellung der Verbindung führte zu Behinderungen im Betrieb.

Mit Beginn des neuen Jahrtausends wurde die bedeutend leistungsfähigere DSL Technologie eingeführt. Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 2,3 Mbit/s werden heute mit dieser modernen Technik erreicht. Zudem konnten als besonders wirtschaftliche Lösungen auch Standard-Automatisierungssysteme als Fernwirkunterstationen eingesetzt werden.

Die komplexe Struktur des Kanalnetzes mit den weit verteilten Außenbauwerken erforderte auch für die Leit- und Automatisierungstechnik eine dezentrale Topologie. Für eine optimale Auslegung hatte sich die Leit- und Automatisierungstechnik nach der Struktur des Kanalnetzes zu richten. Somit konnte eine klar gegliederte und hierarchisch angeordnete Topologie realisiert werden.

Die Anforderungen an die verteilte Anlagenstruktur mit erheblichem Datenvolumen wurden mit dem Prozessleitsystem PMSX®pro und den unterlagerten Fernwirkstationen umfassend erfüllt. Zentrales Bedienen und Beobachten sowie anlagenweites Programmieren und Konfigurieren sind für die ökonomische Betriebsführung des Kanalnetzes von grundsätzlicher Bedeutung.

 

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