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Klärwerk Nürnberg

Auftraggeber Stadtentwässerung Nürnberg
Anlage Klärwerke 1 und 2
Einwohnerwerte 1,6 Mio.
Auftragsvolumen ~ 14 Mio. Euro
Projektlaufzeit 2000 – dato (in diskreten Bauabschnitten)
Kläranlage Nürnberg

Beschreibung

Die Nürnberger Großklärwerke 1 und 2 sind die zentralen Abwasserreinigungsanlagen des Großraums Nürnberg. Das Klärwerk 1 hat eine Kapazität von 1,4 Mio. Einwohnerwerten und ist mit einer zweistufigen biologischen Anlage sowie einem nachgeschalteten Abwasserfilter ausgerüstet. Das kleinere Klärwerk 2 ist auf 230.000 Einwohnerwerte ausgelegt. Die beiden Klärwerke sorgen damit für eine erhebliche Entlastung der Pegnitz und Regnitz und stellen nachhaltig eine hohe Gewässergüte in diesen Flüssen sicher.

Beide Klärwerke werden während der Tagschicht durch die Leitwarte der jeweiligen Anlagen betrieben. Da die Leitwarte des Klärwerks 2 in der Nachtschicht nicht besetzt ist, wird die Bedienhoheit auf die Zentralwarte des Klärwerks 1 umgeschaltet. Selbstverständlich können beide Klärwerke durch dezentrale Bedienstation des Anlagenverbundes bedient und beobachtet werden. Derart weit verteilte Anlagenstrukturen stellen auch an die Topologie der Leittechnik hohe Anforderungen. Ohne umfassende Leit- und Automatisierungstechnik sind das Anlagenmanagement und die Verfahrenstechnik solch komplexer Anlagen nicht zu meistern.

Bereits in den frühen 90er Jahren wurden die Klärwerke mit dem verteilten Leitsystem PMS 68000 von KH-Automation Projects ausgerüstet.

Wegen Überalterung und Abkündigung wichtiger Automatisierungskomponenten war die Instandhaltung, und damit die Betriebssicherheit der Anlage, nicht mehr gewährleistet. Infolgedessen bestand die dringende Notwendigkeit, die Leit- und Automatisierungstechnik zu erneuern. Zudem sollte durch den Einsatz moderner Technik auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöht werden.

Die Nürnberger Stadtentwässerung erteilte KH-Automation Projects den Auftrag, die bestehende Leit- und Automatisierungstechnik durch ein kostengünstiges Migrationskonzept auf moderne und innovative Technik umzusetzen. Die dezentrale Systemarchitektur, die Durchgängigkeit der Daten, die Verarbeitung großer Datenmengen sowie die hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Prozessleitsystems PMSX®pro waren bei der Entscheidung von grundlegender Bedeutung.

Höchste Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Anlage werden durch eine redundante Datenhaltung und Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf 41 Prozess-Server erreicht. Von den 31 Bedienstationen kann auf alle Informationen der Gesamtanlage zugegriffen werden. Aktive Redundanzen und die Vermeidung eines „Single Point of Failure“ in der Architektur erhöhen die Zuverlässigkeit der Anlage signifikant. Verfahrenstechnische Redundanzen werden durch die Leittechnik nicht aufgehoben.

Die verteilte Systemarchitektur von PMSX®pro unterstützt den Umbau der Anlage im laufenden Betrieb optimal. Bei solch einer Großanlage sind die Analyse von Schwachstellen und die Ursachenverfolgung bei Störfällen bedeutende Faktoren. Ein besonders leistungsfähiger Archiv-Server speichert daher alle Meldungen und Werte über einen sehr langen Zeitraum. Die durchgängige Datenkopplung zum Büronetz stellt den Verfahrensingenieuren alle relevanten Daten zur Weiterverarbeitung und Analyse auf den Büro-PCs zur Verfügung.

 

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