Klärwerk Landshut
| Auftraggeber | Stadtwerke Landshut |
| Anlage | Klärwerk Landshut |
| Einwohnerwerte | 260.000 |
| Auftragsvolumen | ~ 1,0 Mio. Euro |
| Projektlaufzeit | 2007 – 2008 |
Beschreibung
Das Klärwerk in Dirnau wurde erstmals im Jahre 1989 in Betrieb genommen. Täglich werden bis zu 40 Mio. Liter Abwasser aus dem Stadtgebiet Landshut sowie aus den Gemeinden Ergolding, Altdorf, Furth und Kumhausen gereinigt. Das Abwasser wird durch ein weit verzweigtes Kanalnetz mit einer Länge von 345 km dem Klärwerk zugeführt. Die Qualität des gereinigten Abwassers liegt deutlich unterhalb der Forderungen des Gesetzgebers.
Da nach einem jahrelangen Anlagenbetrieb die Instandhaltung, und damit die Betriebssicherheit der Anlage, wegen Überalterung und Abkündigung wichtiger Automatisierungskomponenten nicht mehr gewährleistet waren, bestand für den Betreiber der Anlage die Notwendigkeit, auch die Leit- und Automatisierungstechnik zu erneuern. Zudem sollte durch den Einsatz moderner Technologien und Automatisierungsfunktionen auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöht werden.
Im Jahr 2007 wurde KH-Automation Projects mit der Erneuerung der Leit- und Automatisierungstechnik beauftragt. Merkmale wie dezentrale Systemarchitektur, Durchgängigkeit, Verarbeitung großer Datenmengen und hohe Verfügbarkeit waren bei der Beurteilung der neuen Leittechnik von grundlegender Bedeutung.
Aufgrund der dezentral angeordneten Struktur des Klärwerks werden auch an die Topologie der Leittechnik besondere Anforderungen gestellt. Durch die Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf mehrere Prozess-Server erreicht man neben hoher Verfügbarkeit auch eine optimale Zuordnung der Leittechnik zur Verfahrenstechnik. Aufgaben werden dort ausgeführt, wo sie anfallen.
Alle Daten des Kanalsystems und der Außenbauwerke werden durch eine Kopplung des bestehenden Fernwirksystems in die Leittechnik integriert. Für einen wirtschaftlichen Betrieb bietet das Leitsystem sowohl eine Bedienung der Gesamtanlage von der Zentralwarte als auch von allen dezentralen Stationen.
Den Bedienern ermöglicht PMSX®pro auch in kritischen Betriebssituationen eine schnelle Prozessübersicht und liefert alle Informationen für rasches und richtiges Eingreifen. Umfangreiche Programmierung und Konfigurierung sind von zentraler Stelle durchgängig und anlagenweit möglich. Eine effektive Hilfefunktion und leistungsfähige Werkzeuge zur Diagnose, Simulation und Qualitätssicherung unterstützen das Personal bei der Betriebsführung.





