Verbandskläranlage Erdinger Moos
| Auftraggeber | Abwasserzweckverband Erdinger Moos |
| Anlage | Verbandsklärwerk Erdinger Moos |
| Einwohnerwerte | 320.000 |
| Auftragsvolumen | ~ 1,3 Mio. Euro |
| Projektlaufzeit | 2007 – 2010 |
Beschreibung
Der Abwasserzweckverband Erdinger Moos betreibt am Standort Eitting ein modernes Verbandsklärwerk, in dem sowohl das Abwasser der kommunalen Verbandsmitglieder als auch die Abwässer des Flughafens München mit modernen mechanischen, biologischen und chemischen Verfahren gereinigt werden. Eine besondere Herausforderung hinsichtlich der Reinigungsleistung besteht in den Wintermonaten, in denen eine zusätzliche massive Schmutzfracht durch Enteisungsmittel des Flughafens München auftritt. Hieraus ergeben sich höchste Anforderungen an die Regelung und an die Führung des Klärprozesses. Bei dieser Aufgabe wird das Betriebspersonal durch das moderne und besonders leistungsfähige Prozessleitsystem PMSX®pro unterstützt.
Da nach einem 25-jährigem Anlagenbetrieb die Instandhaltung, und damit die Betriebssicherheit der Anlage, wegen Überalterung und Abkündigung wichtiger Automatisierungskomponenten nicht mehr gewährleistet waren, bestand für den Betreiber der Anlage die Notwendigkeit, auch die Leit- und Automatisierungstechnik zu erneuern. Zudem sollte durch den Einsatz moderner Technologien und Automatisierungsfunktionen auch
die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöht werden.
Im Jahr 2007 wurde KH-Automation Projects mit der Erneuerung der Leit- und Automatisierungstechnik beauftragt. Merkmale wie dezentrale Systemarchitektur, Durchgängigkeit, Verarbeitung großer Datenmengen und hohe Verfügbarkeit waren bei der Beurteilung der neuen Leittechnik von grundlegender Bedeutung. Aufgrund der bestehenden Struktur des Klärwerks werden an die Topologie der Leittechnik besondere Anforderungen gestellt. Durch die Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf mehrere Prozess-Server erreicht man neben hoher Verfügbarkeit auch eine optimale Zuordnung der Leittechnik zur Verfahrenstechnik.Aufgaben werden dort ausgeführt, wo sie anfallen.
Alle Daten des Kanalsystems und der Außenbauwerke werden durch eine Kopplung an das bestehende Fernwirksystem in die Leittechnik integriert. Für einen wirtschaftlichen Betrieb bietet das Leitsystem eine Bedienung der Gesamtanlage sowohl von der Zentralwarte, als auch von dezentralen Stationen.
Den Bedienern ermöglicht es auch in kritischen Betriebssituationen eine schnelle Prozessübersicht und liefert alle Informationen für rasches und richtiges Eingreifen. Eine effektive Hilfefunktion und leistungsfähige Werkzeuge zur Diagnose, Simulation und Qualitätssicherung unterstützen das Personal bei der Betriebsführung. Umfangreiche Programmierung und Konfigurierung sind von zentraler Stelle durchgängig und anlagenweit möglich.





