Klärwerk Düsseldorf-Nord
| Auftraggeber | Landeshauptstadt Düsseldorf |
| Anlage | Klärwerk Düsseldorf-Nord |
| Einwohnerwerte | 800.000 |
| Auftragsvolumen | ~ 9,0 Mio. Euro |
| Projektlaufzeit | 1997 – 2010 (in diskreten Bauabschnitten) |
Beschreibung
Die Landeshauptstadt Düsseldorf betreibt an der linken Rheinseite das Klärwerk Düsseldorf-Nord. Es wurde in den Jahren 1962 bis 1966 als mechanisch biologische Anlage für eine Teilreinigung von 70–80 % gebaut. In den Jahren 1976–1980 wurden zur Verbesserung der Reinigungsleistung die Belebungsbecken vergrößert. Wegen gestiegener Zulaufbelastung mussten im Jahre 1991 zusätzlich die Volumen der Belebungs- und Nachklärbecken erweitert werden.
Mit dem Ziel, die Abwasserreinigung auf hohem technischen Niveau zu halten, wurde das Klärwerk im Laufe der Jahre durch ständige Nachrüstungen und Verfahrensoptimierungen an den technischen Fortschritt angepasst. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde in gesonderten Bauabschnitten auch die Leit- und Automatisierungstechnik auf eine moderne und zukunftsweisende Technik umgestellt.
Der Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf erteilte KH-Automation Projects den Auftrag für die komplette Lieferung der Leit- und Automatisierungstechnik, für die Erweiterung der Niederspannungsschaltanlagen sowie für die Lieferung der Feldinstrumentierung und der Wasseranalytik. Mit dem Prozessleitsystem PMSX®pro wurden Anforderungen wie hohe Verfügbarkeit, dezentrale Systemarchitektur, Durchgängigkeit und die Verarbeitung großer Datenmengen vollumfänglich erfüllt.
Die komplexe Klärwerksstruktur mit weit verteilten Verfahrenseinheiten erforderte auch für die Leittechnik eine dezentrale Topologie. Für eine optimale Auslegung der neuen Leittechnik orientierte sich die System-Architektur an der verfahrenstechnischen Struktur des Klärwerkes. Somit wurde eine klar gegliederte, hierarchisch geordnete und übersichtliche Anlage realisiert. Zudem wurde die Leittechnik-Architektur so konzipiert, dass kein „Single Point of Failure“ die Verfügbarkeit der Anlage einschränkt.
Höchste Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Anlage werden durch eine redundante Datenhaltung und durch die Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf 12 Prozess-Server erreicht. So konnte die vertraglich festgeschriebene Verfügbarkeit der Leittechnik von 99,99% garantiert werden. Von den 22 Bedienstationen kann auf alle Informationen der Gesamtanlage zugegriffen werden. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass Redundanzen in der Verfahrenstechnik durch die Leittechnik nicht aufgehoben werden. Für einen reibungslosen Umbau der Anlage im laufenden Betrieb erwies sich die verteilte Architektur der Leittechnik als besonders vorteilhaft.





