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Kläranlage Bad Homburg

Auftraggeber Stadt Bad Homburg v.d.H.
Anlage Klärwerk Ober Eschbach
Einwohnerwerte 85.000
Auftragsvolumen ~ 1,0 Mio. Euro
Projektlaufzeit 2005 – dato (in diskreten Bauabschnitten)
Bad Homburg

Beschreibung

Mit der Entwicklung der Stadt Bad Homburg zum Kurort wurden bereits im Jahre 1840 Abwasserkanäle gebaut. Im Jahre 1888 ging die erste Kläranlage der Stadt in Betrieb. Infolge der Weiterentwicklung entstand 1927 die erste mechanische Kläranlage auf dem heutigen Gelände. 1954 begann der Neubau einer mechanisch-biologischen Kläranlage für 35.000 Einwohnerwerte.

Durch erhöhte Anforderungen an die Reinigungsleistung der Kläranlage wurde 1970 die Kläranlage auf 85.000 Einwohnerwerte erweitert. An einem Tag fließen bei Trockenwetter ca. 18.000 m3 Schmutzwasser durch die Kläranlage. Bei Regenfällen erhöht sich die Wassermenge auf bis zu 60.000 m3. Die Aufenthalts- und Reinigungszeit in der Anlage beträgt bei einem Gesamtvolumen von ca. 23.500 m3 etwa 30 Stunden.

Wegen Überalterung und Abkündigung wichtiger Automatisierungskomponenten war die Instandhaltung, und damit die Betriebssicherheit der Anlage, nicht mehr gewährleistet. Somit bestand die dringende Notwendigkeit, die Leit- und Automatisierungstechnik zu erneuern. Zudem sollte durch den Einsatz moderner Technologien auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöht werden.

Im Dezember 2004 erteilte die Stadt Bad Homburg v.d.H. KH-Automation Projects den Auftrag zur Erneuerung der Prozessleit- und Automatisierungstechnik für die Kläranlage Ober-Eschbach. Bei der Bewertung der Leittechnik waren die Durchgängigkeit der Daten, eine dezentrale Systemarchitektur, eine hohe Zuverlässigkeit sowie das Know-how in der Projektrealisierung von grundsätzlicher Bedeutung.

Wie bei allen Umbaumaßnahmen vergleichbarer Anlagen stand auch hier nur begrenzter Raum für die neue Automatisierungstechnik zur Verfügung. Die vorhandenen Automatisierungsstationen mussten wegen Überalterung erneuert werden. Die Schaltschränke wurden entkernt und Montageplatten mit den neuen Automatisierungsstationen vom Typ Mitsubishi System Q installiert. Allen Steuerungen wurden dezentrale Prozess-Server zugeordnet und somit eine klar gegliederte und hierarchisch angeordnete Struktur der Leittechnik realisiert.

Eine rückwirkungsfreie Erweiterung und ein störungsfreier Umbau im laufenden Betrieb waren dadurch gewährleistet. Durch redundante Datenhaltung und durch die Verteilung der leittechnischen Aufgaben auf diverse Prozess-Server wurde eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit erreicht.

Im Zuge der Erweiterungen und Modernisierungen wurden bis 2010 die Anlagenteile RÜB KA, Schlammbehandlung, Fällmitteldosierstation sowie die Flockungsmittelanlage in die Leittechnik eingebunden.

 

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